Wildtiere Aufklärungsthemen:

Was ist zu tun, wenn man ein verletztes Wildtier findet?

 

 

Wenn Sie in freier Natur ein Wildtier finden, gilt es einiges zu beachten. Wichtigste Regel:

Berühren Sie das Tier nicht!

Ist das Tier verletzt oder orten Sie eine Notsituation informieren Sie geschulte Personen.

 

Wer ist für welches Tier zuständig?

 

Jagdbare Tiere – wie Reh, Hirsch, Wildschwein, Hase, Kaninchen oder Fuchs aber auch Enten und Fasane - unterliegen dem Jagdgesetz, daher ist der für den Bezirk zuständige  Jagdausübungsberechtigte  zu informieren. Nur er darf entscheiden, was mit dem Tier zu geschehen hat.

 

Die Polizei hat eine Liste, welcher Jäger für welches Gebiet zuständig ist. Das heißt: Geben Sie im Falle der Auffindung eines Wildtieres, der Polizei den exakten Fundort durch, damit der zuständige Jagdaufseher verständigt werden kann.

Bei allen anderen Tieren wie Igel, Eichhörnchen, Vögel usw. besteht keine Meldepflicht. Wenn Sie ein verletztes Wildtier finden, empfiehlt es sich daher, eine Expertin oder einen Experten zu informieren. Das können etwa ein Tierarzt bzw. eine Tierärztin oder aber auch Tierschutzorganisationen sein.

 

Was tun, wenn man ein Jungtier findet?

Das herzige Kitz, das kuschelige Häschen, das alleine angetroffen wird, verleitet immer wieder Menschen, zu glauben es sei verlassen und es bedarf Hilfe.

Richtiges Handeln:

 

·       Bitte nicht berühren

·       Nicht sofort mitnehmen

 

Elterntiere versorgen ihre Kleinen und lassen sie oft längere Zeit alleine auch um Feinde zu verwirren, laufen sie meist ohne Jungtiere davon, um die Gefahr auf sich zu ziehen. Verlassen Sie bitte die Fundstelle der Jungtiere, um es den Elterntieren zu ermöglichen wieder zu kommen. 

 

Vorsicht: Tatbestand Wilderei!

 

Jagdbares Wild darf nicht mitgenommen oder eigenmächtig getötet werden, dies fällt unter den Tatbestand der Wilderei!

 

Dies gilt übrigens auch für Tiere, die durch die Kollision mit einem Kraftfahrzeug verletzt wurden. Auch in diesem Fall ist der zuständige Jagdaufseher zu informieren.


Wasservögel richtig füttern!

 

Immer wieder sieht man, wie Wasservögel mit Brot gefüttert werden. Dies kann für Schwäne und Enten jedoch verheerende Folgen haben: Brot und Gebäck ist für alle Wasservögel sehr ungesund. Es lässt den Magen aufquellen und enthält zu viele Gewürze wie Salz, Zucker, Anis, Kümmel etc. Schimmliges Gebäck ist tödlich, man sieht den Schimmel noch nicht aber die Schimmelsporen sind schon im Brot oder Gebäck.

Es leidet auch die Wasserqualität unter der Fütterung: Das Wasser wird mit Brot und Entenkot mit zusätzlichen Nährstoffen angereichert, die das Algenwachstum fördern.

 

Sind die Wasservögel wirklich hungrig?

 

An Bächen, Teichen und Flüssen, vornehmlich in Stadtnähe, haben sich Futterplätze etabliert. Es reicht oft nur mit einem Sackerl ein wenig zu Rascheln und schon findet sich eine bunte Vogelschar ein.

Doch sind die Tiere wirklich hungrig? Nein, es ist einfach nur die Gewohnheit, weil sie wissen, dass sie jetzt was bekommen und es natürlich bequemer ist gefüttert zu werden als sich die Nahrung selbst zu suchen.

Durch das regelmäßige Füttern entsteht auch das Problem, dass die Tiere sehr zutraulich werden, ihre natürliche ´Scheue verlieren und dadurch ein leichtes Opfer von Hunden werden.

 

Richtig Füttern

 

Vor allem für Kinder ist ein Spaziergang zum Wasser verbunden mit Vögel füttern ein Erlebnis. Auch können sie dabei viel über Natur und Tiere lernen, etwa wie unterscheidet man Männchen und Weibchen bei Stockenten, welche Wasservögel sind gute Taucher, welche gründeln nur im Wasser auf Futtersuche dahin. Naturbewusste Eltern/Großeltern können den Kindern im Idealfall viel vermitteln.

Auch das richtige Füttern!

Zufütterung ist vor allem dann notwendig, wenn die Wasserfläche gefriert, die Wiesen mit einer dichten Schneedecke versehen sind. Am Besten eignet sich Getreide, Kleie, kleine Obststücke, gekochte Kartoffeln und Eicheln. Im Fachhandel ist auch spezielles Wildvogel-Futter erhältlich. Das Futter sollte in Maßen am Ufer ausgelegt werden, also in den Mengen, wie sie die Tiere fressen können. Überfütterung kann wiederum Ratten anlocken, was sich zu einer echten Plage entwickeln kann.

 

Daher besteht auch in vielen Städten ein strenges Fütterungsverbot, welches bei Zuwiderhandeln mit Geldstrafen sanktioniert werden kann.


 

Haben Sie ein Wildtier gefunden? 

 

Kontaktieren Sie uns, wir stehen ihnen gerne ratgebend zur Seite.

Die meisten Tierärzte versorgen Wildtiere gratis in Ihrer Praxis.

 

Nicht alle Jungtiere die man findet, müssen erstversorgt werden.

 

Auf der Homepage der Wildtierhilfe Wien finden Sie eine übersichtliche Auflistung welche Tiere man unbedingt mitnehmen und Tiere die man beobachten sollte. Meist werden Jungtiere nach dem Nestflug von deren Eltern weiterhin versorgt.


 

 

Der Biber

 

Hier geht es zum Bibermanagement NÖ



 

 

Reh, Fuchs, Wildschwein und CO

 

Für große Wildtiere ist die Jägerschaft vor Ort zuständig.

Forstabteilung Stift Klosterneuburg 02243/411-100