Wildtiere Aufklärungsthemen

WILDSCHWEINBEGEGNUNGEN

Wildschweine haben eine natürliche Scheu vor Menschen. Daher sind Begegnungen sehr, sehr selten. Hören oder riechen sie uns von weitem, werden sie Abstand suchen. Daher sei das Wandern auf beschilderten Wanderwegen meist völlig ungefährlich, denn dort riecht es für die Tiere intensiv nach Menschen – und diese Areale meiden sie.

Doch es gibt Ausnahmen: Ab Februar werfen die Bachen ihre Frischlinge. In den ersten Tagen nach der Geburt sind sie noch nicht zur Flucht fähig. Wer so eine Rotte beim Querfeldein-Wandern aufscheucht, muss sehr aufpassen“. Denn eine Bache verteidigt ihre Jungen in dieser Phase mit dem Leben – und wer ihnen zu nahe kommt, ist eine ernste Bedrohung. So reagiert die Wildsau auch: Mit Drohgebärden und Fauchen will sie imponieren. Auch Keiler, die verletzt sind, von einem Auto angefahren wurden oder in Todesangst vor etwas geflohen sind, können sich ähnlich verhalten. Sehr oft machen sie zuerst aus fünf bis 15 Metern Abstand einen ungefährlichen Scheinangriff, nur, um ihre Stärke zu demonstrieren.

Das richtige Verhalten im Ernstfall Ruhe bewahren! Dem Tier keinesfalls näher kommen, keinen Versuch machen, es zu verscheuchen – das könnte es als Angriffsgeste deuten. Ohne Hektik den Rückwärtsgang antreten, keine schnellen Bewegungen machen, keine Ausweichmanöver, nur kein Wegrennen – aber zügig Distanz herstellen, um dem Tier den sicheren Rückzug möglich zu machen. Wer einen Hund dabei hat: Ihn sofort zurückrufen, anleinen und bei sich halten. Wenn möglich, ihn beruhigen. Wenn das nicht klappt, ihn schnell mit Futter zurück locken. „Der Hund ist für das Wildschwein der primäre Angreifer, nicht der Mensch“, das kann etwa für Jagdhunde gefährlich werden.“ Doch sie hätten einen entscheidenden Vorteil: Hunde können den sehr schnell heran sprintenden Wildschweinen gut ausweichen umso kleiner der Hund umso besser– denn Wildsauen könnten weder Haken schlagen noch enge Kurven ziehen. Sehr wichtig sei zudem, den Tieren in so einer Situation keine Fluchtwege zu versperren. Oft werden Menschen nur deswegen umgerannt, weil sie dem Tier auf der Flucht im Weg stehen. Dann geht es das Risiko ein und wagt die Konfrontation, um weg zu kommen.
Sind keine Jungtiere zu verteidigen, würden Wildschweine eher ablassen. Greifen sie dennoch an, gilt die Taktik: Hund ableinen, damit er die die Flucht ergreifen kann, und die Wildsau Anbrüllen und dabei in die Hände klatschen, Wildschweine sind sehr Lärmempfindlich. Am Wichtigsten ist es sich selbst aus der Gefahr zu nehmen und Schutz bei Bäumen zu suchen. Laut Aussage der Jägerschaft ist es aber eher unwahrscheinlich einem Wildschwein zu begegnen. Die Meisten Vorfälle würden durch freilaufender, wildernder Hund vorkommen, die eine Wildschweinfährte aufnehmen und das Wildschwein stellen. Wildschweine sind meist in der Nacht und in den frühen Morgen- und Abendstunden aktiv.
Darum gilt, im Jagdgebiet nur abrufbare Hunde frei laufen zu lassen um etwaige Vorkommnisse zu verhindern.

Wer übernimmt Wildtiere:

Die Wildtierhilfe Wien 9 06763821528
Täglich 8-13 uhr, oder 
Eulen- und Greifvögelstation Haringsee 02214 48050 leider aber etwas weiter zu fahren.

Beide haben das Wissen und alle Mittel die solche Tiere zur Versorgung benötigen.
Die Tierhilfe Klosterneuburg übernimmt nur im Notfall.

Dieses Kleine, ein paar Tage alte Eichkatzibaby wurde uns heute gebracht.

Was ist zu tun, wenn man ein verletztes Wildtier findet?

Wenn Sie in freier Natur ein Wildtier finden, gilt es einiges zu beachten. Wichtigste Regel:

Berühren Sie das Tier nicht!

Ist das Tier verletzt oder orten Sie eine Notsituation informieren Sie geschulte Personen. 

 

Wer ist für welches Tier zuständig?

Jagdbare Tiere – wie Reh, Hirsch, Wildschwein, Hase, Kaninchen, Marder, Dachs oder Fuchs aber auch Enten und Fasane – unterliegen dem Jagdgesetz, daher ist der für den Bezirk zuständige Jagdausübungsberechtigte zu informieren. Nur er darf entscheiden, was mit dem Tier zu geschehen hat.

Die Polizei hat eine Liste, welcher Jäger für welches Gebiet zuständig ist. Das heißt: Geben Sie im Falle der Auffindung eines Wildtieres, der Polizei den exakten Fundort durch, damit der zuständige Jagdaufseher verständigt werden kann.

Bei allen anderen Tieren wie Igel, Eichhörnchen, Vögel usw. besteht keine Meldepflicht. Wenn Sie ein verletztes Wildtier finden, empfiehlt es sich daher, eine Expertin oder einen Experten zu informieren. Das können etwa ein Tierarzt bzw. eine Tierärztin oder aber auch Tierschutzorganisationen sein.

Was tun, wenn man ein Jungtier findet?

Das herzige Kitz, das kuschelige Häschen, das alleine angetroffen wird, verleitet immer wieder Menschen, zu glauben es sei verlassen und es bedarf Hilfe.

Richtiges Handeln:

  • Bitte nicht berühren
  • Nicht sofort mitnehmen

Elterntiere versorgen ihre Kleinen und lassen sie oft längere Zeit alleine auch um Feinde zu verwirren, laufen sie meist ohne Jungtiere davon, um die Gefahr auf sich zu ziehen. Verlassen Sie bitte die Fundstelle der Jungtiere, um es den Elterntieren zu ermöglichen wieder zu kommen.

Vorsicht: Tatbestand Wilderei!

Jagdbares Wild darf nicht mitgenommen oder eigenmächtig getötet werden, dies fällt unter den Tatbestand der Wilderei!

Dies gilt übrigens auch für Tiere, die durch die Kollision mit einem Kraftfahrzeug verletzt wurden. Auch in diesem Fall ist der zuständige Jagdaufseher zu informieren.

Wasservögel richtig füttern!

Immer wieder sieht man, wie Wasservögel mit Brot gefüttert werden. Dies kann für Schwäne und Enten jedoch verheerende Folgen haben: Brot und Gebäck ist für alle Wasservögel sehr ungesund. Es lässt den Magen aufquellen und enthält zu viele Gewürze wie Salz, Zucker, Anis, Kümmel etc. Schimmliges Gebäck ist tödlich, man sieht den Schimmel noch nicht aber die Schimmelsporen sind schon im Brot oder Gebäck.

Es leidet auch die Wasserqualität unter der Fütterung: Das Wasser wird mit Brot und Entenkot mit zusätzlichen Nährstoffen angereichert, die das Algenwachstum fördern.

Sind die Wasservögel wirklich hungrig?

An Bächen, Teichen und Flüssen, vornehmlich in Stadtnähe, haben sich Futterplätze etabliert. Es reicht oft nur mit einem Sackerl ein wenig zu Rascheln und schon findet sich eine bunte Vogelschar ein.

Doch sind die Tiere wirklich hungrig? Nein, es ist einfach nur die Gewohnheit, weil sie wissen, dass sie jetzt was bekommen und es natürlich bequemer ist gefüttert zu werden als sich die Nahrung selbst zu suchen.

Durch das regelmäßige Füttern entsteht auch das Problem, dass die Tiere sehr zutraulich werden, ihre natürliche ´Scheue verlieren und dadurch ein leichtes Opfer von Hunden werden.

Richtig Füttern

Vor allem für Kinder ist ein Spaziergang zum Wasser verbunden mit Vögel füttern ein Erlebnis. Auch können sie dabei viel über Natur und Tiere lernen, etwa wie unterscheidet man Männchen und Weibchen bei Stockenten, welche Wasservögel sind gute Taucher, welche gründeln nur im Wasser auf Futtersuche dahin. Naturbewusste Eltern/Großeltern können den Kindern im Idealfall viel vermitteln.
Auch das richtige Füttern!
Zufütterung ist vor allem dann notwendig, wenn die Wasserfläche gefriert, die Wiesen mit einer dichten Schneedecke versehen sind. Am Besten eignet sich Getreide, Kleie, kleine Obststücke, gekochte Kartoffeln und Eicheln. Im Fachhandel ist auch spezielles Wildvogel-Futter erhältlich. Das Futter sollte in Maßen am Ufer ausgelegt werden, also in den Mengen, wie sie die Tiere fressen können. Überfütterung kann wiederum Ratten anlocken, was sich zu einer echten Plage entwickeln kann.

Daher besteht auch in vielen Städten ein strenges Fütterungsverbot, welches bei Zuwiderhandeln mit Geldstrafen sanktioniert werden kann.

Haben Sie ein Wildtier gefunden?

Kontaktieren Sie uns, wir stehen ihnen gerne ratgebend zur Seite.
Die meisten Tierärzte versorgen Wildtiere gratis in Ihrer Praxis.

Nicht alle Jungtiere die man findet, müssen erstversorgt werden.

Auf der Homepage der Wildtierhilfe Wien finden Sie eine übersichtliche Auflistung welche Tiere man unbedingt mitnehmen und Tiere die man beobachten sollte. Meist werden Jungtiere nach dem Nestflug von deren Eltern weiterhin versorgt.

Der Biber

Hier geht es zum Bibermanagement NÖ

 

Reh, Fuchs, Wildschwein und CO

Für große Wildtiere ist die Jägerschaft vor Ort zuständig. Welcher Jäger wo zuständig ist kann bei der örtlichen Polizeidienststelle ermittelt werden. 

oder bei:
Forstabteilung Stift Klosterneuburg 02243/411-100