AUFKLÄRUNGSTHEMEN: 

 


KATZEN

Herrenlos oder Freigänger - was bin ich ?

 

 

Katzen sind Individualisten und lieben es, so sie Freigänger sind, ihr Umfeld zu erkunden. Sie streifen herum, sie beobachten, liegen auf der Lauer, manche sind sehr „gesprächig“ und machen durch lautes Miauen auf sich aufmerksam. Oft entsteht dadurch der Eindruck, dass die Samtpfote kein Zuhause oder sich verirrt hat. Es ist nicht immer klar ersichtlich, ob es sich tatsächlich um ein in Not geratenes oder herrenloses Tier handelt und daher sollte man einiges beachten, ehe  man zu „Rettungsmaßnahmen“ greift.

 

Wie erkennt man eine herrenlose Katze?

·      Ungepflegtes Fell

·       Abgemagertes Aussehen

·       Deutlich sichtbare Spuren von Parasitenbefall

·       Bei starken Flohbefall aufgekratzte Ohren und Wunden am Kopf

·       Blähbauch durch Würmer

·       Tiere mit älteren Verletzungen

 

Sollten Sie so ein Tier sehen, rufen Sie uns bitte an. Unternehmen Sie keine Einfangversuche und füttern Sie das Tier nicht.

 

Rasches Handeln ist gefragt, wenn das Tier augenscheinlich frische Verletzungen aufweist:

·       Wenn es gelingt, dem Tier nahe zu kommen, sollte es so schnell wie möglich zu einem Tierarzt gebracht werden.

·       Haben Sie dafür keine Möglichkeiten, verständigen Sie bitte umgehend die Tierhilfe Klosterneuburg.

 

Warum soll man fremde Katzen nicht füttern?

 

Eine Katze kommt öfters bei Ihnen vorbei und miaut fürchterlich: Es entsteht der Eindruck, das Tier hat Hunger und aus Mitleid wird es gefüttert. Bedenken Sie bitte, dass die meisten Katzen ein liebevolles Zuhause haben und füttern Sie das Tier nicht an.

Durch die fremde Fütterung kann es passieren, dass die Katze ihr eigentliches Zuhause verlässt und dort schmerzlich vermisst wird.

 

Wichtig für Katzenbesitzer:

 

In Österreich besteht für Freigänger Kastrationspflicht! Kommt man dem nicht nach, macht man sich strafbar!

 

Warum darf die Tierhilfe Klosterneuburg nicht sofort jede freilaufende Katze mitnehmen?

 

Wir dürfen Katzen nur dann sofort mitnehmen, wenn eine Notsituation gegeben ist. Ist dies nicht der Fall, gilt es das Tier zu beobachten und abzuwägen, ob Handlungsbedarf besteht.

 

 

Hat die Katze einen Besitzer und wird grundlos eingefangen, macht man sich des Diebstahls strafbar.


BEGEGNUNGEN MIT WILDSCHWEINEN

Wildschweine haben eine natürliche Scheu vor Menschen. Daher sind Begegnungen sehr, sehr selten. Hören oder riechen sie uns von weitem, werden sie Abstand suchen. Daher sei das Wandern auf beschilderten Wanderwegen meist völlig ungefährlich, denn dort riecht es für die Tiere intensiv nach Menschen – und diese Areale meiden sie. Doch es gibt Ausnahmen:

 

Ab Februar werfen die Bachen ihre Frischlinge. In den ersten Tagen nach der Geburt sind sie noch nicht zur Flucht fähig.

Wer so eine Rotte beim Querfeldein-Wandern aufscheucht, muss sehr aufpassen". Denn eine Bache verteidigt ihre Jungen in dieser Phase mit dem Leben – und wer ihnen zu nahe kommt, ist eine ernste Bedrohung.

So reagiert die Wildsau auch: Mit Drohgebärden und Fauchen will sie imponieren.

 

Auch Keiler, die verletzt sind, von einem Auto angefahren wurden oder in Todesangst vor etwas geflohen sind, können sich ähnlich verhalten. Sehr oft machen sie zuerst aus fünf bis 15 Metern Abstand einen ungefährlichen Scheinangriff, nur, um ihre Stärke zu demonstrieren.

Das richtige Verhalten im Ernstfall

Ruhe bewahren! Dem Tier keinesfalls näher kommen, keinen Versuch machen, es zu verscheuchen – das könnte es als Angriffsgeste deuten. Ohne Hektik den Rückwärtsgang antreten, keine schnellen Bewegungen machen, keine Ausweichmanöver, nur kein Wegrennen – aber zügig Distanz herstellen, um dem Tier den sicheren Rückzug möglich zu machen.

 

Wer einen Hund dabei hat: Ihn sofort zurückrufen, anleinen und bei sich halten. Wenn möglich, ihn beruhigen. Wenn das nicht klappt, ihn schnell mit Futter zurück locken. "Der Hund ist für das Wildschwein der primäre Angreifer, nicht der Mensch", das kann etwa für Jagdhunde gefährlich werden." Doch sie hätten einen entscheidenden Vorteil: Hunde können den sehr schnell heran sprintenden Wildschweinen gut ausweichen umso kleiner der Hund umso besser– denn Wildsauen könnten weder Haken schlagen noch enge Kurven ziehen. Sehr wichtig sei zudem, den Tieren in so einer Situation keine Fluchtwege zu versperren. Oft werden Menschen nur deswegen umgerannt, weil sie dem Tier auf der Flucht im Weg stehen. Dann geht es das Risiko ein und wagt die Konfrontation, um weg zu kommen. Sind keine Jungtiere zu verteidigen, würden Wildschweine eher ablassen. Greifen sie dennoch an, gilt die Taktik: Hund ableinen, damit er die die Flucht ergreifen kann, und die Wildsau Anbrüllen und dabei in die Hände klatschen, Wildschweine sind sehr Lärmempfindlich. Am Wichtigsten ist es sich selbst aus der Gefahr zu nehmen und Schutz bei Bäumen zu suchen.

Laut Aussage der Jägerschaft ist es aber eher unwahrscheinlich einem Wildschwein zu begegnen. Die Meisten Vorfälle würden durch freilaufender, wildernder Hund vorkommen, die eine Wildschweinfährte aufnehmen und das Wildschwein stellen. Wildschweine sind meist in der Nacht und in den frühen Morgen- und Abendstunden aktiv.

 

Darum gilt, im Jagdgebiet nur abrufbare Hunde frei laufen zu lassen um etwaige Vorkommnisse zu verhindern.